Unternehmensentwicklung
2020/01

B E T baut den Bereich Unternehmensstrategie aus

3 Fragen an Tim Ronkartz

Tim Ronkartz wird sich in Zukunft verstärkt dem Thema Unternehmensentwicklung und -strategie zuwenden. Damit einher geht die Umbenennung des Kompetenzteams „Kommunale Infrastruktur & Innovation“ in „Unternehmensentwicklung“. Wir haben ihn nach den Hintergründen gefragt.


BETtrifft: "Herr Ronkartz, Energieversorger waren lange Zeit stabile Rahmenbedingungen gewohnt. In den letzten Jahren ist die Branche jedoch gehörig in Bewegung geraten. Welche Rolle spielt vor diesem Hintergrund die Strategieentwicklung für Stadtwerke?"

Ronkartz: "Die Stadtwerke stehen vor riesigen Herausforderungen: Es wird von ihnen erwartet, dass sie die Energiewende lokal durch den Ausbau von Windenergie, PV und grüner Wärme und durch Flexibilisierung der Netze vorantreiben. Daneben sollen die Kompetenzen im Unternehmen trotz Fachkräftemangel ausgebaut, der Rückgang des traditionellen Kerngeschäfts durch Innovationen kompensiert und die digitale Transformation auf allen Ebenen forciert werden. Gleichzeitig sind auch die kurzfristigen Anforderungen im Tagesgeschäft gestiegen. Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, das operative Tagesgeschäft am Laufen zu halten und sich dennoch Zeit für eine systematische Strategieentwicklung zu nehmen.
Gerade in einem solch dynamischen Umfeld ist es unerlässlich, eine Strategie für das eigene Unternehmen zu haben. Sie sorgt dafür, dass sich das Unternehmen nicht verzettelt. Wenn eine Strategie richtig gemacht ist und bis auf klare Maßnahmen und Verantwortliche heruntergebrochen wird, setzt sie klare Prioritäten. So haben Führungskräfte und Mitarbeiter eine Richtschnur, an der sie sich orientieren können. Viele Stadtwerke scheinen das ähnlich zu sehen. Wir beobachten, dass immer mehr Energieversorgungsunternehmen, auch die Kleinen, an morgen denken, indem sie schon heute handeln und eine konkrete Strategie entwickeln.

BETtrifft: "B E T hat für Stadtwerke ein eigenes Strategiemodell entwickelt. Welchen Mehrwert hat das Modell für die Unternehmen?"

Ronkartz: "Unternehmen stehen bei der Strategieentwicklung vor der Frage: „Wie stellen wir sicher, dass wir nichts vergessen?“. Unser Modell dient da als Denkmodell und Check-Liste. Es zeigt die äußeren Einflussfaktoren auf das Unternehmen – ebenso wie die wichtigsten Elemente der internen Organisation – und das über alle Sparten und Wertschöpfungsstufen. Wir nutzen das Modell, um Struktur in die Strategieentwicklung zu bringen. Eine Strategieentwicklung kann unendlich viel Zeit und Ressourcen fressen. Um das zu vermeiden, muss frühzeitig klar sein, wo eigentlich der Fokus liegt. Es kann also den Einstieg in das Projekt erleichtern. Das Schöne am Modell ist, dass es für Unternehmen aller Größenklassen eingesetzt werden kann – egal ob das Unternehmen 30 oder 3000 Mitarbeiter hat."

BETtrifft: "Bei B E T sind Sie der Leiter des neuen Kompetenzteams Unternehmensentwicklung. Welche Themen deckt das Team neben der Strategieentwicklung noch ab?"

Ronkartz: "Neben der Strategieentwicklung begleiten wir Kooperationsvorhaben und Fusionen. Das reicht von der Überprüfung verschiedener Varianten sowie der Strategie- und Konzeptentwicklung über die (energie-)wirtschaftlichen Detailfragen bis hin zur Realisierung und organisatorischen Umsetzung. Außerdem unterstützen wir Energieversorger und Stadtwerke dabei, angemessen auf Veränderungen im Marktumfeld und in der Gesetzgebung zu reagieren und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln."

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