B E T - Studie "Deep Dive"

Thema: Messstellenbetrieb und Vertrieb


Existenzgrund der Funktion Messstellenbetrieb als Datendrehscheibe

Mit einem fundierten Verständnis zu statistischen Methoden dient die Netzplanung sowohl der datenbasierten Optimierungen von Netz und Anlagen, als auch der Sicherstellung von zeitgerechten Prognosen für den Netzbetrieb und die Netzführung und damit der Risikominimierung. 

 

Die Netzplanung eines EVUs der Zukunft im Jahr 2030 steht für hoch automatisierte Datenaggregation und Entscheidungsunterstützung.


Legende zur Grafik unten
In den Grafiken sind die Sparten  . . . in gelb,  . . . 

Thesen

Der Umgang mit den Daten muss erprobt werden. Bis ins Jahr 2025 werden alle bisherigen Prozesse der Zielnetzplanung, Ausbauplanung, Netzverträglichkeits-prüfung, Detailplanung und Projektierung hinterfragt und auf ihren Automatisierungsgrad geprüft.  

Durch die höheren und umfangreicheren Anforderungen an das Datenverständnis und bessere Datenvisualisierung, müssen in allen EVU zusätzliche Qualifikationen über Training on the job erworben werden. 

Ab 2025 können IT-Plattformen 80% der Netzplanungsfunktionen über Algorithmen abbilden. Orts- und Netzkenntnisse sind nach wie wichtig, daher übernimmt die Ergebnisprüfung und die Bewertung von Vorschlägen immer noch der Mensch. 

Die vollständige Integration der Datensätze in einem Leitsystem wird erforderlich, um höherwertig Auswertungen wie Zeitreihenbetrachtungen, Simulationen und Prognosen zu ermöglichen. Netzplanung und Netzbetrieb rücken organisatorisch stärker zusammen und werden in den mittleren und großen EVU zu einer Einheit fusioniert, um personelle und technische Synergien zu stiften.  

Die zunehmenden Anforderungen (insb. Durch NABEG 2.0) führen dazu, dass die Anlagensteuerung von kleinen VNB an die großen VNB abgegeben wird. Die Dienstleistungsmodelle führen wiederum zu Personalabbau.  

Insbesondere in den kleineren EVU, wo die Netzplanung das Kerngeschäft der technischen Leitung oder der Meisterebene ist, können die höheren Anforderungen weder inhaltlich noch im Arbeitsvolum durch vorhandenes Personal aufgefangen werden. Hier findet Personalaufbau von IT-affinen Datenanalysten statt.