Ein Energiesystem der Zukunft für das
Rheinische Revier

Eine Studie zu Chancen und Handlungsoptionen

Aachen und Wuppertal, Dezember 2020

Studie "EIN ENERGIESYSTEM DER ZUKUNFT FÜR DAS RHEINISCHE REVIER" 

Im Auftrag von: Zukunftsagentur Rheinisches Revier 

Durchgeführt von: B E T und die Bergische Universität Wuppertal (Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik)

Gefördert durch: Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

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Dominic Nailis
Leiter Kompetenzteam
Systemanalyse

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+49 241 47062-429

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Motivation
Das deutsche Energiesystem befindet sich in einem fundamentalen Wandel. Insbesondere die Stromerzeugung wandelt sich von der dargebotsunabhängigen, fossilen Kohle- und Kernenergie hin zur dagebotsabhängigen, nachhaltigen Solar- und Windenergie. Dies bringt technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen mit sich.

Die Studie untersucht die technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen der Transformation des Energiesystems und des Wandels in der Stromerzeugung. Untersucht werden die Hauptmerkmale und damit verbundenen Risiken und Chancen für das Rheinische Revier und welche konkreten Handlungsoptionen gillt es jetzt in Angriff zu nehmen.

Insbesondere das Rheinische Revier (RR) ist stark von dieser Transformation und dem damit verbundenen Kohleausstieg betroffen. Auch wenn damit zunächst meist Arbeitsplatzabbau und Wertschöpfungsverlust verbunden werden, bietet die Energiewende dem RR große Chancen, ein Knotenpunkt der zukünftigen Energiesystemgestaltung mit internationalem Modellcharakter zu werden.

Übergeordnete Leitfragen
Die Gesamtfragestellung des Systemumbaus im RR führt zu einer Reihe von Leitfragen, die im Rahmen dieser Studie und ihrer vier Bestandteile untersucht werden.

  1. Was sind die Hauptmerkmale des Wandels? Der Wandel des RR wird anhand des Kohleausstiegs deutlich. Der Fokus dieser Studie liegt folgerichtig auch auf dem Wandel des Energiesystems. Das eigentlich betroffene System ist aber größer: Es umfasst zudem gesellschaftliche Aspekte wie Arbeitsplätze, Regionalentwicklung oder Akzeptanz. All diese Aspekte und weitere entwickeln sich nach Einschätzung unterschiedlichster Experten auf verschiedenen Pfaden in der Zukunft und bilden den Rahmen für politisches Handeln.
  2. Was sind die drohenden negativen Folgen, was die Chancen? Der Wandel wird positive und negative Effekte auf viele der genannten Aspekte nach sich ziehen. Es scheint von zentraler Bedeutung, sich dieser Effekte bewusster zu werden, um steuern eingreifen und die Zukunft gestalten zu können. Dabei gilt es, Schaden zu minimieren und Chancen zu nutzen.
  3. Welche Handlungsoptionen bestehen konkret? Aus den vorherigen Überlegungen gilt es, im Anschluss Handlungsoptionen abzuleiten. Diese werden sich in ihrem Charakter unterscheiden. Aufwändige Ansätze stehen neben pragmatischen, leicht umsetzbaren Ideen, heute schon Vorhandenes neben Visionen. Ein Überblick über dieses Tableau, das sich zudem ständig bewegt und entwickelt, ist hilfreich.
  4. Was sind die Dinge, die wir jetzt anpacken müssen? Aus den Optionen gilt es, mit allen Analysewerkzeugen der Gesamtstudie, die wichtigsten Ansätze herauszufiltern. Die einfach und kostengünstig umsetzbaren darunter sollten möglichst umgehend angegangen werden. Zudem kann es gelingen, die Vielzahl der Ideen auch durch Verwerfen einzelner Ansätze zu lichten. Es gilt, konkret zu werden.


Um diese Fragen zu untersuchen, sind vier Einzelstudien angesetzt worden, die ineinander zahnen und aufeinander aufbauen. In der Gesamtschau führen sie zu einer methodisch fundierten Antwort.

Abbildung: Technologien und Aufwands-Nutzen-Matrix / Rheinisches-Revier