Dr. Michael Ritzau im Bundestagsausschuss


Dr. Michael Ritzau war als Sachverständiger im Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestages geladen. Im Rahmen einer öffentlichen Anhörung wurde der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes – "Erhöhung der Ausbaumengen für Windenergie an Land und Solarenergie" erörtert. Mit der Änderung soll eine drohende Ausbaulücke EE-Anlagen im Jahr 2019 verhindert werden. Die Erneuerbaren Energien sollen kontinuierlich auf hohem Niveau ausgebaut werden.

Die Anhörung hat am Montag 25. Juni in Berlin von 14:00 - 16:00Uhr stattgefunden.

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Persönliches Fazit Dr. Michael Ritzau

Um den klimapolitisch dringend erforderlichen weiteren Zubau von EE-Anlagen nicht zu gefährden, sind weitere Anstrengungen bei Netzoptimierung und Netzausbau zu unternehmen:

  • Die im Bundesbedarfsplangesetz und im aktuellen Netzentwicklungsplan 2030 (V2017) genehmigten Maßnahmen müssen mit hoher Priorität umgesetzt und dürfen nicht in Frage gestellt werden.
  • Der umfangreiche Maßnahmenkatalog aus dem Dena/BET-Stakeholder-Prozess (s. Link) zur besseren Auslastung der Bestandsnetze muss zügig realisiert werden, dadurch können Kosten für Netzeingriffe begrenzt werden.
  • Es sollte im Zuge der Auktionen für Wind an Land ein Allokationsmechanismus umgesetzt werden, der dafür sorgt, dass entsprechend der Annahmen im Netzentwicklungsplan auch in der Südhälfte Deutschlands das Anlagenpotenzial realisiert werden kann.
  • Es bedarf weitere Maßnahmen, um den Sockel der thermischen Mindesterzeugung, soweit er nicht für Regelenergie erforderlich ist, abzusenken.
  • Die Netzkopplung von Strom- und Gastransportnetzen über den großtechnischen Einstieg von Power-to-Gas, wie beispielsweise im Pilotprojekt von Amprion/OGE angekündigt, ist eine weitere Möglichkeit, die Transportsituation zu verbessern.

Link zur dena Netzflexstudie
Link zum Wortprotokoll

 

 


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