EY, B E T und WIK für Digitalisierungsbarometer beauftragt


Digitalisierungs-Barometer soll zum Gelingen der Energiewende beitragen–Beirat hat Arbeit aufgenommen
Digitalisierungs-Barometer wird als Fortschrittsmesser jährlich die Umsetzung der Energiewende abbilden und bewerten

  • Beirat aus Verbänden und Wirtschaft bringt Perspektive der betroffenen Interessensgruppen in das Projekt ein
  • EY, B E T und WIK vom Ministerium als Gutachterüber fünf Jahre beauftragt
  • Gutachten geben Empfehlungen für die Einbindung der Verbraucher, den Ausbau der Infrastruktur oder einen flexiblen Energiemarkt

Berlin, 31. Januar 2018. Mit seiner konstituierenden Sitzung hat der Beirat zum Digitalisierungs-Barometer am 30. Januar seine Arbeit aufgenommen. Im Herbst 2017 hatte das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY mit der Evaluierung des Digitalisierungsprozesses der Energiewende beauftragt. Ziel ist es, bis 2021 jährlich ein Digitalisierungs- Barometer zu erstellen, das den Fortschritt der Energiewende widerspiegelt. Drei darüber hinaus gehende Gutachten sollen zudem Impulse setzen und Handlungsempfehlungen für ausgewählte Top-Themen geben. Zu den Gutachtern zählen neben EY auch das BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung sowie das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK).

Der Beirat aus Vertretern von Verbänden und Unternehmen soll die Gutachter bei seiner Arbeit begleiten. Er hat sich am 30. Januar konstituiert. Die erste Sitzung fand im Bundeswirtschaftsministerium statt. Der Beirat wird aktiv bei der Erstellung des Digitalisierungsbarometers mitwirken, um möglichst umfassende und aktuelle Daten und Informationen zur Digitalisierung der Energiewende zur Verfügung zu stellen. Zudem soll er gewährleisten, dass die Perspektive der von der Einführung intelligenter Messsysteme betroffenen Interessensgruppen in das Projekt einfließen. Dabei decken die insgesamt 40 Beiratsmitglieder von der Hersteller-, über die Zulieferer- und Dienstleistersicht, die Perspektiven der Energieversorgung bis hin zur Verbraucherseite ab.

Mit dem 2016 in Kraft getretenen Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende hat die Bundesregierung einen wichtigen Schritt für das Gelingen der Energiewende gemacht. Das „Barometer Digitalisierung Energiewende“ wird begleitend als Fortschrittsmesser jährlich die Umsetzung der Energiewende abbilden und bewerten. Die drei Gutachten sollen im Laufe des Jahres 2018 erscheinen und befassen sich mit folgenden Themen:

  1. Verbraucher und Geschäftsmodelle: Wie kann man die Verbraucher stärker motivieren, an der Energiewende teilzunehmen? Welche Geschäftsmodelle bieten sich an und lassen sich ausländische Geschäftsmodelle auf Deutschland übertragen?
  2. Flexibilisierung: Wie kann man die fluktuierende erneuerbare Einspeisung mit der zunehmend flexibleren Nachfrage zusammenbringen und dabei den Verteilnetzausbau effizient begrenzen? Wie kann man entsprechende Marktregeln und -prozesse hierfür aufbauen?
  3. Telekommunikationsinfrastruktur: Welche TK-Infrastruktur steht zur Verfügung und welche wird benötigt?

EY Partner Dr. Frank Fleischle: „Mit dem Digitalisierungs-Barometer wollen wir Spiegel und Motor der Energiewende sein. Wir schauen uns an, wo wir stehen. Wir wollen aber gleichzeitig auch Impulse setzen. Denn die Nutzung aller Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, ist mitentscheidend für das Gelingen der Energiewende. Und das wiederum kann nur gelingen, wenn die verschiedenen Interessensgruppen von Anfang an über den Beirat ihre jeweilige Perspektive in das Projekt einfließen lassen können. EY bringt seine reichhaltige Erfahrung bei der Entwicklung und Umsetzung von neuen digitalen Geschäftsmodellen im Energiebereich und angrenzenden Gebieten wie Smart Home oder Elektromobilität sowie seine Expertise bei Regulierungsthemen ein.“

B E T-Gründer und Generalbevollmächtigter Dr. Wolfgang Zander: „Das effiziente Zusammenwirken von Markt und Verteilnetzen beim Einsatz flexibler Nachfrager ist eine der Kernaufgaben für das Gelingen der Energiewende. Wir werden herausarbeiten, wie digitalisierte, intelligente Verteilnetze diese Aufgabe bewältigen können, welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden müssen und welche Anpassungen im Regulierungsrahmen sowie bei den Marktprozessen erforderlich sind. In diesem komplexen Umfeld werden wir darauf achten, dass effiziente und praxistaugliche Lösungen für alle Marktteilnehmer erarbeitet werden“

WIK-Geschäftsführerin Dr. Iris Henseler-Unger: „Digitalisierung und der Einsatz von Kommunikationstechnologien sind konkrete Notwendigkeiten, um die Herausforderungen der Energiewende bewältigen zu können. Ohne eine leistungsfähige und hochverfügbare Telekommunikationsinfrastruktur wird die Transformation der Energiewirtschaft nicht gelingen. Wir werden analysieren, welche TK-Infrastrukturen notwendig sind, um die Energiewende nachhaltig zu unterstützen. Ebenso werden wir aufzeigen, wie die TK-Regulierung verändert werden sollte, um passgenaue TK-Lösungen für die Energiewirtschaft zu ermöglichen.

 

 


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