BET Energieforum 2016

Tagung der Energiewirtschaft

7. B E T - Energieforum - 2016

Mit einer neuen Bühne und geänderter Sitzordnung präsentierte sich das 7. B E T - Energieforum in den Räumlichkeiten des ehemaligen Klosters St. Alfons in Aachen. Die 130 Gäste saßen in Sitzreihen im Halbkreis um die Bühne. Damit rückte das Publikum näher ans Podium heran. Inhaltlich sorgten neben den bekannten längeren Beiträgen kurze Impulsreferate, sogenannte Snapshots, für Abwechslung ebenso wie ein neu eingeführter Start-up-Wettbewerb.

Zudem wurde das Energieforum in diesem Jahr "multimedial" - das Auditorium konnte via Smartphone an Umfragen zu den diskutieren Themenkomplexen teilnehmen. Neben dem aktuellem Marktdesign wurden auf dem Energieforum vor allen Fragen zur Transformation des Energiemarktes behandelt, angefangen von einer möglichen Wärmewende über die zunehmende Digitalisierung bis zur Überprüfung klassischer Geschäftsfelder der Energieversorgung.

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Resümee

Die Energiepolitische Runde (1)
Die Ergebnisse der Klimakonferenz von Paris seien "ein riesiger Erfolg", sagte Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in seinem Eingangsstatement. Jetzt könne keiner mehr sagen, Deutschland mache alles im Alleingang. Baake plädierte dafür, das Ziel von 95 Prozent Treibhausgasreduktion für das Jahr 2050 konsequent zu verfolgen. Deutschland könne nicht einfach weniger reduzieren und sich darauf verlassen, dass andere Länder diesen Anteil übernähmen. "Das wird nicht funktionieren." Prozessbedinge Emissionen aus der Industrie sowie Methanemissionen aus der Landwirtschaft ließen sich nicht vermeiden. Alle anderen Sektoren müssten vollständig dekarbonisiert werden, um das gesetzte Ziel von 95 Prozent zu erreichen. Aufgrund der langen Investitionszyklen im Energiebereich dürften schon heute keine Investitionen in fossile Techniken mehr stattfinden. "Sonst vernichten wir Kapital", so Baake. Für den Verkehrssektor bedeutet dies, dass es ab 2030 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr geben dürfe. Im Gebäudebereich müssten vorrangig Effizienzmaßnahmen greifen. Darauf aufbauend müsste Energie aus erneuerbaren Quellen lokal produziert werden, etwa aus Solarthermie. Die Energie, die darüber hinaus noch für Gebäude benötigt werde, müsse über Ökostrom aus dem Netz bereitgestellt werden. Baake plädierte dafür, diese Entwicklungen "nicht als Bedrohung zu begreifen", sondern als Riesenchance, "unsere Volkswirtschaft zu modernisieren".

Die Energiepolitische Runde (2)
Baake lobte das vor der Sommerpause verabschiedete Energie-Gesetzespaket der Bundesregierung. Dieses verfolgt aus seiner Sicht vier Ziele. Erstens würden die Erneuerbaren an den Markt weiter herangeführt, beispielsweise durch die Fortschreibung der Direktvermarktung und den Ausschreibungen für Ökostromanlagen. Zweitens würde der Markt auf den zunehmenden Anteil von erneuerbaren Energien vorbereitet, etwa durch Anreize der Flexibilität. Baake betonte die Eigenverantwortung der handelnden Akteure: "Bilanzkreistreue ist fundamental wichtig." Niemand dürfe Strom verkaufen, den er nicht habe. Baake mahnte auch, dass die Zeiten der Überkapazitäten vorüber gehen werden. Die Marktteilnehmer müssten sich künftig frühzeitig um Strom kümmern und könnten sich dann nicht mehr allein auf den Kurzfristhandel verlassen. Drittens sei der Ausbau der Infrastruktur sehr wichtig. Dazu gehöre zum einen der Netzausbau, zum anderen aber auch die Digitalisierung. Bei letzterer müsse die Politik eingreifen, etwa indem sie Standards und Datenschutzregeln setzt. "Das kann der Markt nicht regeln." Viertens bemühe sich die Bundesregierung um eine Integration in den europäischen Binnenmarkt. Hierzu fänden intensive Gespräch mit den elf "Stromnachbarländern" statt

"Das EEG 2016 ist noch nicht der große Wurft", sagte hingegen Klaus Meier, Aufsichtsratsvorsitzender beim Windparkentwickler WPD. Der Systemwechsel sei ausgeblieben. Er könne sich aber auch schlecht vorstellen, sich endgültig vom EEG zu verabschieden. In nahezu allen anderen Ländern, in denen sein Unternehmen aktiv sei, gebe es ähnliche Regelungen. Einzige Ausnahme sei Chile mit einem Ausschreibungsmodell. Windkraftwerke seien dort aber wettbewerbsfähig im Vergleich mit fossilen Kraftwerken. Meier betonte weiter, Planungssicherheit durch das EEG sei ein Investitionsvorteil für seine Branche. Die Unvereinbarkeit von zwei vollständig parallelen Systemen werde allerdings auch in der Erneuerbaren-Branche gesehen. Meier plädierte für ein Planmodell, in dem aufbauend auf den Verbräuchen die notwendige Erzeugung festgelegt werden solle. Dafür könne es auch Ausschreibungsmärkte für konventionelle Kraftwerke geben, diese wären also nicht technologieoffen. Einig waren sich Meier und Baake darin, dass die Energiepolitik alle Sektoren adressieren müssten. Durch die Sektorkopplung werde der Strombedarf künftig voraussichtlich ansteigen.

Beim Publikumsvoting zum Energiemarktdesign sprach sich eine Mehrheit von 42 Prozent für den deutschen Energy-only-Markt aus. Für einen dezentralen (25 %) bzw. zentralen (13 %) Kapazitätmarkt konnten sich weniger Zuschauer erwärmen, ebenso für einen fokussierten Kapazitätsmarkt (21 %). Für einen langfristigen Erhalt des EEG sprachen sich 63 Prozent der Teilnehmer aus. 67 Prozent waren der Ansicht, die Ausbauziele müssten nach oben angepasst werden.

KWK: Szenarien und Praxiseinblicke
Ob Wärmewende und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) noch zusammenpassen, dieser Frage widmete sich im ersten KWK-Themenblock Oliver Donner, Teamleiter Dezentrale Energiesysteme B E T. Das vom Bundeswirtschaftsministerium Mitte September vorgelegte Impulspapier "Strom 2030" weise der KWK eine wichtig Rolle zu, so Donner. "Die Wärmewende ist ohne KWK nicht möglich". Trotzdem werde diese Technologie langfristig abgelöst. Dies gelte zuerst für die kohlebefeuerte KWK. Langfristig würden auch die Wärmenetze aus erneuerbaren Energien gespeist. Im Zuge der Sektorkopplung werde zunehmend Ökostrom in Wärme umgewandelt. Unternehmen müssten einen genauen Plan erstellen, welche Investitionen sich lohnen und zu welchem Zeitpunkt. Gerade in Ballungsräumen mit wenig Platz für individuelle, dezentrale Lösungsansätze hätten Fernwärmenetze auch heute noch gute Chancen.

Das Projekt eines Gasmotorenkraftwerkes am Standort Kiel stelle im Anschluss Frank Meier, Vorstand der Stadtwerke Kiel vor. Die Stadtwerke versorgen 70.000 Wohneinheiten mit Fernwärme. Das bislang dafür eingesetzte Kohlekraftwerk habe das Ende seiner technischen Nutzungsdauer erreicht und fahre seit Jahren nur Verluste ein, erläuterte Meier. Als Ersatz werden die Stadtwerke für 290 Mio. Euro ein Gasmotorenkraftwerk bauen, dass aus 20 modular angeordneten Einheiten besteht. Diese kommen zusammen auf eine thermische und elektrische Leistung von jeweils 190 MW. Da zur Wartung jeweils nur einer der Motoren abgeschaltet werden müsse, zeichne sich das Projekt durch eine sehr hohe Verfügbarkeit aus, erläuterte Meier. Das Projektdesign erlaube zudem eine modulare Erweiterung oder Reduzierung, sollte sich das Kraftwerk im Laufe der Zeit als zu klein oder zu groß dimensioniert erweitern. Vielstart- und Schnellstartfähigkeit (unter fünf Minuten) erlaubten einen flexiblen Einsatz des Kraftwerks, etwa als Reaktion auf die fluktuierende Erneuerbaren-Erzeugung. Zu dem Kraftwerksprojekt gehören darüber hinaus ein Wärmespeicher, der zurzeit fertig gestellt werde sowie ein bereits seit Dezember 2015 installierter Elektrodenkessel. Für den Baubeginn des eigentlichen Kraftwerkes warten die Stadtwerke Kiel noch auf die Notifizierung des KWK-Gesetzes durch die EU. Erst durch die KWK-Förderung werde das Kraftwerk wirtschaftlich, begründete Meier. Durch das novellierte KWK-Gesetz steige die Förderung für das Kieler Kraftwerk von 1,8 Cent/kWh auf 3,1 Cent/kWh. Zudem gebe es für den Umstieg von Kohle auf Gas eine Sonderförderung von 0,6 Cent/kWh. Das Kraftwerk habe niedrige Fixkosten, bei gleichzeitig hohen variablen Kosten. Die in Kiel produzierte Fernwärme werde hauptsächlich zum Heizen von Wohnungen verwendet. Meier sieht die Wohnungswirtschaft als relativ sicheren Abnehmer, auch wenn er einräumte, es gebe einige "notleidende Fernwärmestrecken". Problematischer seien aber politische sowie Strompreisrisiken.
Das Publikum sprach beim anschließenden Voting mit einer Mehrheit von 71 Prozent der KWK eine langfristige Rolle im Rahmen der Energiewende zu. Gespalten war das Publikum allerdings bei der Frage, inwieweit die Wärmeversorgung künftig dezentralisiert organisiert sein wird.

 

 

Transformation und Digitalisierung
Vier Impulsreferate beschäftigten sich nach der Mittagspause mit dem Themenblock "Transformation und Digitalisierung".
"Jetzt in den Transformationsprozess aufbrechen!", lautete das Plädoyer von Dr. Christiane Michulitz, Teamleiterin Organisations- und Personalentwicklung bei B E T. Neben den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen seien die Unternehmen vom demographischen Wandel betroffen, den Michulitz als "natürlichen Transformationsprozess" bezeichnete. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, reiche es nicht, neue Mitarbeiter einzustellen. Dies gelte umso mehr, da diese zum Teil widersprüchliche Wünsche an ihren Arbeitgeber herantrügen. So wollten Sie Kommunikation auf Augenhöhe und flache Strukturen, gleichzeitig aber auch Aufstiegsmöglichkeiten, interessante Projekte ebenso wie Sicherheit. Michulitz plädierte für einen Schulterschluss alter und neuer Mitarbeiter. Diese sollten den Wandel gemeinsam aktiv gestalten. Zudem sei es wichtig, insbesondere die Fachkräfte mitzunehmen. Hierbei seien kulturelle Anreize wichtiger als monetäre.

Durch die zunehmende Digitalisierung steige das Datenvolumen massiv an, sagte Ulrich Rosen, Teamleiter Organisation und Datenmanagement bei B E T. Zudem würden traditionelle Grenzen verschwinden. So wüchsen bei der Elektromobilität die Strom- und die Automobilwirtschaft zusammen. Durch die Sektorkopplung werde die klare Abgrenzung zwischen den Sparten aufgelöst und auch die Wertschöpfungsstufen seien etwas durch das Aufkommen der Prosumer nicht mehr klar voneinander getrennt. Dadurch entstünden neue Produkte und Geschäftsmodelle. Strom alleine als Produkt werde es nicht mehr geben, lautete die Einschätzung Rosens. Stattdessen werde die Energielieferung Teil eines Produktpaketes. Weitere neue Produkte werde es etwas im Bereich von Sharing Communities geben. Neue Dienstleistungen sieht Rosen etwa beim Monitoring von Erneuerbare-Energien-Anlagen. Neue Wettbewerber drängten auf dem Markt, etwa Google mit seiner Tochter, dem Home-Automatik Unternehmen Nest, der Telekommunikationsanbieter 1&1, der nun auch Energie vertreibt sowie der Autobauer Tesla, der als Batterieanbieter auftritt. Rosen riet den Unternehmen, Daten zu sammeln, diese zu analysieren und darauf aufbauend Produkte zu entwickeln. Dabei spiele auch die Individualisierung der Kunden eine große Rolle, wie Rosen am Beispiel von Adidas erläuterte. Auf der Internetseite des Sportartikel-Herstellers können sich Kunden ein individuelles Paar Turnschuhe selbst zusammenstellen. Darüber hinaus bietet Adidas über seine Seite unter anderen Dienstleistungen externer Anbieter, etwa von Fitnesstrainern an, für die dann Provision kassiert wird.

Dass die Digitalisierung längst beim Endkunden angekommen ist, zeigte Malte Kalkoffen, Geschäftsführer der Endios GmbH auf. Sein Unternehmen bietet Apps für Energieversorger an. Smartphones hätten heute eine weitgehende Marktdurchdringung erreicht, und nicht nur das: Sie würden im Schnitt 150 Mal pro Tag genutzt, insgesamt komme ein durchschnittlicher Kunde auf eine tägliche Nutzungsdauer von 137 Minuten. Smartphones beziehungsweise Apps für Smartphones böten sich daher an, um den Kunden zu erreichen. Energie sei allerdings kein "low interest", sondern sogar ein "no interest" Produkt. Kalkoffen rief Versorgern dazu auf, die lokale Karte auszuspielen. Allerdings müssten sie aufpassen, dass ihnen nicht andere lokale Akteure wie die örtliche Tageszeitung oder die Stadt zuvorkämen. Bei einer App ginge es zunächst darum, das "Herz" des Kunden zu gewinnen, um im nächsten Schritt an seine Daten zu gelangen. "Die Monetarisierung ist ein überschätztes Problem", sagte Kalkoffen. Habe man einmal die Aufmerksamkeit des Kunden, so bekomme man die Daten beziehungsweise den Zugang zu ihm auch vermarktet.

Es folgte die "Die Green Balanced Scorecard" - ein Drama in fünf Akten (und fünf Minuten)?? - vorgestellt von Hartwig Kalhöfer, Teamleiter Unternehmensstrategie und -steuerung bei B E T. Er zeigte die Bedeutung eines solchen Nachhaltigkeitsberichts anhand eines fiktiven Geschichte in Form eines Theaterstücks auf. Die Green Balanced Scorecard sei ein guter Nachweis für eine Firmenstrategie, die sowohl auf langfristigen Erfolg, eine zukunftsfähige Belegschaft, effiziente Technologien regionale Verantwortung und kundenorientiert Produkte angelegt sei. Allerdings habe nur jeder zehnte Versorger so einen Nachweis, wahrscheinlich weil die Branche momentan mit sehr vielfältigen Anforderungen konfrontiert wird.

Die anschließende Diskussion drehte sich vor allem die Digitalisierung. Besondere Aufmerksamkeit kam dabei dem Einwand eines Zuhörers zugute. Dieser merkte an, dass die firmeneigene IT Anwendungsmöglichkeiten von Smartphones aufgrund von Sicherheitsbedenken weitgehend ausschalte. Geschäftsführer Dr. Michael Ritzau von B E T verleitete dies zu der Forderung, die Geschäftsführung müsse wieder Herr über die IT werden.

Vertrieb der Zukunft
Die Energieversorger müssen die kommenden fünf bis zehn Jahre nutzen, um neue Geschäftsfelder zu entwickeln. In dieser Zeit gebe es noch die Gelegenheit dazu, da die alten Geschäftsfelder wie der reine Verkauf von Commodities noch Margen erzielten. Das sagte Dr. Holger Krawinkel, Leiter Customer Experience und Innovation bei der MVV Energie AG in seinem Vortrag "Aufgabe des Commodity-Geschäfts - Anfang vom Ende der klassischen Energiewirtschaft?" Als neue Geschäftsfelder für die Energiewirtschaft sieht Krahwinkel im Bereich der Elektromobilität, bei Speichern sowie Power-to-X-Technologien.
Zwar gäbe es die größten Verdienstmöglichkeiten bei den neuen Geschäftsfelder häufig im Bereich der Hardware - etwa bei Fotovoltaikmodulen oder Speichern, aber auch durch Dienstleistungen wie Monitoring und Steuerung von Anlagen ließe sich künftig Geld verdienen. Dabei beherrschten die Energieversorger einige Produkte besser als anderer Branchen, etwa End-to-end-Bereich, zeigt sich Krahwinkel selbstbewusst. Es könne aber auch sein, dass Energieunternehmen künftig als Zulieferer oder Backoffice für andere Branchen ihr Geld verdienten.

Gesucht wird: Die beste Geschäftsidee - Wettbewerb der Start-ups
Zum Ausklang des Tagesprogrammes stellten sechs Start-ups, die sich zuvor in einem Auswahlverfahren für das Finale beim Energieforum qualifiziert hatten, ihre Geschäftsideen vor. Das Publikum kürte schließlich "Adaptive Balancing Power" zum Gewinner. Das Unternehmen erhält als Preis Beratungsleistungen von der B E T. Adaptive Balancing Power mit Sitz in Darmstadt hat einen neuartigen Schwungradspeicher entwickelt. Bislang gibt es zwei verschiedene Prototypen. 2017 kommt mit einem 250 kW-Speicher ein erstes kommerzielles Produkt auf den Markt. Es ermöglicht eine Speicherbarkeit von ein bis zwei Tagen und soll vor allem auf Inseln mit regenerativen Energien zum Einsatz kommen, um fluktuierende Einspeisung kurzzeitig abzufedern.

Ebenfalls ins Rennen ging "Energieloft". Das Unternehmen unterstützt Energieversorger auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen. Dafür stellt es Informationen zu wissenschaftlichen Projekten sowie Start-ups zur Verfügung und vermittelt Kooperationen. Auch die zweitplatzierte "Logarithmo" nutzt in Universitäten gewonnenes Wissen als Basis für seine Internetplattform. Dieses bietet online Berechnungs-Tools als Software-as-a-Service für die Energiebranche an, speziell für den Handel und den Netzbetrieb.
Auch Gridhound bietet Sofware-as-a-Service an, und zwar Werkzeuge zur Netzüberwachung und - Steuerung von Verteilnetzen. Insbesondere bei Netzen mit hoher Erneuerbaren-Einspeisung könne Gridhound die Betriebeffizienz steigern, so Artur Löwen, Geschäftsführer des jungen Unternehmens. Die GridX GmbH (Platz 3) bietet eine herstellerunabhängige Steuerungsbox für die Stromspeicher von Privathaushalten an. Die Geschäftsidee dahinter ist, sowohl mit dem Verkauf beziehungsweise der Vermietung der Box als auch mit der Datenanalyse und Erlösen aus dem Regelenergiemarkt Geld zu verdienen.

Eine digitale App-basierte Lösung zur Kundenbetreuung und -bindung bietet die Energiesparschein mit ihrem gleichnamigen Produkt an, das auch als White-Label-Lösung erhältlich ist. Kunden bekommen über die entsprechende App beispielsweise Energiespartipps und können Quizfragen beantworten. Dabei können sie Punkte sammeln, für die der Energieversorger Gegenleistungen erbringen kann.

Ausklang
Traditionell klang der Tag dann bei vielerlei Gesprächen zwischen den Referenten, den Vertretern der Start-ups, den B E T -Mitarbeitern und ihren Kunden in geselliger Atmosphäre aus.
Michael Ritzau und Wolfgang Zander, die dieses Mal den Tag moderiert haben, zeigten sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Wir freuen uns sehr, dass das aktualisierte Format mit neuer Bühne, neuer Sitzordnung und einigen inhaltlichen Neuerungen sehr gut bei unseren Kunden angekommen ist. Wir danken noch einmal ganz herzlich allen Referenten und den Teilnehmern des Start-up Wettbewerbs, dass sie die siebte Ausgabe des Energieforums zu einem vollen Erfolg gemacht haben.“