IT & Datenmanagement
2021/04

Ausgleichsenergiekosten und Prognosegüte unter Corona-Einfluss – die Herausforderungen steigen

BET-Benchmark zeigt überraschend klare Ergebnisse

Unser bundesweiter Ausgleichsenergiekosten- und Prognosebenchmark für die Jahre 2018, 2019 und 2020 ist abgeschlossen. Unser Web-Tool EDGAR unterstützt die Teilnehmer bei der Analyse.

Erneut haben rund 20 Energieversorger unterschiedlicher Größenordnungen am bundesweiten „BET-Benchmark Ausgleichsenergiekosten und Prognosegüte“ für die Jahre 2018, 2019 und 2020 teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere das Jahr 2020 für viele Teilnehmer mit großen Unsicherheiten bei der Prognoseerstellung und folglich mit hohen Risiken bei den Ausgleichsenergiekosten verbunden war.

  • Anstieg der Prognoseabweichung in 2020 im Mittel um ca. 15 % gegenüber den Vorjahren
  • Verdoppelung der Ausgleichsenergiekosten in 2020 im Mittel gegenüber den Vorjahren
  • Extreme Preisspitzen erhöhen die Kosten einzelner Teilnehmer maßgeblich

Hohe Risiken entstanden einerseits durch die extremen Preisspitzen von über 16.000 €/MWh, wie sie in 2020 nach Einführung des Regelarbeitsmarktes auftraten. Hohe Risiken ergaben sich andererseits aus den Corona-bedingten und gerade im Gewerbe- und Industriebereich zum Teil massiven Veränderungen im Verbrauchsverhalten mit der Folge erheblicher Prognoseabweichungen. Beide Effekte führten zu hohen Ausgleichsenergiekosten, die in dieser Höhe sicher nicht vorhersehbar waren und auch nicht als Risikozuschlag in die Endkundentarife für 2020 eingepreist wurden. 

Für alle Energievertriebe, die sich noch nicht intensiv mit ihrer Prognosegüte, ihren  Ausgleichsenergiekosten und deren Einfluss auf verursachungsgerechte Risikozuschläge beschäftigt haben, sollten die aktuellen Benchmark-Ergebnisse ein dringender Weckruf sein. Denn auch bei der zunehmenden Normalisierung nach Corona werden die Herausforderungen an die Prognoseerstellung durch die Zunahme regenerativer Einspeisungen und dem verstärkten Prosumer-Einfluss in Zukunft weiter steigen. Auch ist noch unklar, welchen Einfluss der aktuelle Umstellungsprozess im Marktdesign der Regelenergie haben wird. Fest steht, dass der Anreiz zur Bilanzkreistreue verstärkt eine Rolle spielen wird! 

Unterstützt wurden die Teilnehmer erstmalig auch durch das webbasierte Analysetool EDGAR. Neben zusätzlichen interaktiven Auswertungen und Dashboard-Ansichten zum Benchmark bietet EDGAR weitere Analysewerkzeuge, mit denen z. B. systematische Prognoseabweichungen oder Preisspitzen noch besser identifiziert und überwacht werden können. Einige Teilnehmer konnten EDGAR bereits erfolgreich nutzen,  um gezielt Optimierungspotenziale aufzudecken. 

Wenn Sie analysieren möchten, ob und in welchem Umfang die vorstehenden Effekte auch in Ihrem Kundenportfolio aufgetreten sind und welche Maßnahmen Sie zur Minimierung der Risiken in Zukunft treffen können, dann nehmen Sie gerne noch nachträglich an unserem Benchmark teil oder prüfen Sie eine Teilnahme in 2020 für das laufende Jahr 2021. Sprechen Sie uns an! 
Alle Infos zur Teilnahme und zu EDGAR finden Sie  hier.

 


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