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B E T/dena Netzstudie III

Gemeinsam mit dena entwickelt B E T die Methoden der Transportinfrastrukturplanung weiter. Das ist auch nötig, denn in einer Welt, in der Wasserstoff, Erdgas und Strom parallel existieren, müssen diese Medien gemeinsam gedacht werden. Hierzu sollen die bestehenden Prozesse nicht über den Haufen geworfen werden. Aber es braucht einen neuen Schritt, eine gemeinsame Vision, einen System-Entwicklungsplan (SEP).

Fast mag man es nicht mehr lesen: Die Energiewirtschaft steht vor einem tiefgreifenden Umbruch. Alles wird anders. Aber – auch wenn es noch so oft geschrieben wurde – es stimmt. Die Energiewende ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass das bestehende System nicht einfach so weiter gedacht und geplant werden kann. Auch die Methoden der vergangenen 10 bis 20 Jahre müssen sich nun weiter entwickeln. Die Interdependenzen werden zu stark.

Der Netzausbaubedarf im Strom wurde mit dem Netzentwicklungsplan adressiert, für Gas ganz ähnlich. Das war methodisch einmal neu, die Übertragungsnetzbetreiber mussten gemeinsam planen und entwickeln. Ein gemeinsamer Szenariorahmen bildet auch heute die Grundlage dafür. 

Doch die Herausforderungen werden vielschichtiger: Ein Fortschreiten der Energiewende wird sich auf den Wärmesektor auswirken müssen, wenn die Klimaziele erreicht werden sollen. Der Gasabsatz wird rückläufig sein, grünes Gas wird fossiles Methan teilweise ersetzen, Wasserstoff kommt als neuer Player hinzu. All diese Aspekte stehen in Wirkzusammenhängen.

In dieser Gemengelage braucht es einen neuen, vorgelagerten Schritt. Der Systementwicklungsplan (SEP) soll zukünftig die gemeinsame Klammer bilden, innerhalb derer die Infrastrukturplanung abläuft. In einem dreijährigen Projekt unter Beteiligung eines breit gefächerten Stakeholderkreises entwickeln dena und B E T die hierfür notwendigen methodischen Vorschläge.

Seit kurzem liegt der Zwischenbericht zur Netzstudie III vor. Er ist auf der Homepage der dena abrufbar. > STUDIE DOWNLOAD

Energiewende kann und muss gelingen – doch sie ist eben mehr als nur Stromwende. Der Blick über den Tellerrand hinaus und in die anderen Sparten hinein muss nun auch methodisch verankert werden. 


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