Organisation & Prozessmanagement
2020/03

„Ja, ist denn die Krise schon vorbei?!“ – Wir hätten da ein paar Fragen.

B E T-Umfrage zum Krisenmanagement

Die Bewältigung einer Krisensituation gehört sicherlich zu den einschneidenden Erfahrungen einer Organisation. Jahre danach berichtet man sich noch davon, wie das damals war, wie man improvisieren musste oder wie gut man doch alles vorbereitet hatte. Diese Zeit bleibt ein Teil des Organisationsgedächtnisses. Sie verändert unter Umständen auch die Arbeitsweise und den Umgang miteinander, wenn die Organisation wieder zur Normalität zurückgekehrt ist.

Nimmt man die Leistungsfähigkeit einer Krisenorganisation unter die Lupe, stellen sich dieselben Fragen wie bei einer Organisation im Normalbetrieb: Wer macht was, wann, wie und mit welcher Zielsetzung? Daneben gibt es jedoch Aspekte, die wesentlich schwerer zu greifen sind: Wie gelingt es beispielsweise, dem eingesetzten Krisenstab unter hohem Zeitdruck und mit einer unsicheren Informationslage die richtigen Schlussfolgerungen zu treffen? Die Einzigartigkeit von Krisen macht es zudem äußerst schwer, eine Blaupause für die eigene Organisation in der Krisenbewältigung vorab festzulegen. Es bleibt ein Spannungsfeld aus Probehandeln in Krisenstabsübungen und Improvisationstalent im Ernstfall. 

Zum Umgang mit dem Krisenmanagement verfolgen wir diese Thesen:

  1. Nach der Krise ist vor der Krise – die nächste Ausnahmesituation kommt bestimmt.
  2. Nur Führungsteams, die sich selbst stabilisieren können, meistern eine Krise.
    Krisen brauchen innere und äußere Führung.
  3. Unterschiedliche Sichtweisen im Krisenstab sind gut, um die Lage kreativ mit allen Mitteln bewältigen zu können. Sie sind hinderlich, um schnell und zielgerichtet zu reagieren. 
  4. Im Entscheidungstrilemma von 1. Umsatzeinbußen, 2. Imageschäden und 3. Mitarbeiter-gesundheit sind Führungsteams mit einer offenen Kommunikation im Vorteil.
    Offenheit gewinnt.
  5. Die Führung des Krisenstabs ist direktiver und kann unter Umständen sich anders anfühlen als die Führung in Normalsituationen. 
  6. Um Vertrauensbrüche und -verluste zu vermeiden, ist die innerbetriebliche Kommunikation mindestens genauso wichtig wie die Kommunikation nach außen.
    Vertrauen ist das Schmiermittel der Krise.    
  7. Krisen erfordern komplexes Problemlösen. Daher ist die „Intelligenz der Organisation“ entscheidend, um möglichst wenig Verluste durch die Krise zu erleiden. 

Wir wissen momentan nicht, was uns die Corona-Pandemie bringen wird. Uns interessiert aber, wie Ihnen als Energieversorger die Aufrechterhaltung des Betriebs und die Sicherstellung der Energieversorgung durch Ihr bisheriges Krisenmanagement gelungen ist. Dazu haben wir einige Fragen vorbereitet, die insbesondere auf die Organisation des Krisenmanagements abzielen.

Wir möchten Sie herzlich einladen und ermuntern, sich an der Umfrage zu beteiligen. Sie gelangen unter folgendem Link zur Umfrage: > Umfrage (https://umfrage.bet-energie.de/s/778f8c5)

Die Ergebnisse können nach Abschluss der Umfrage ab dem 27. Juli 2020 unter www.bet-energie.de abgerufen werden.


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