BET Energie

13.12.2023 | Webmagazin 2023/05 Zukunftsorientierte Unternehmensentwicklung: Klimaschutz, Nachhaltigkeit und robuste Strategien im Fokus

Dr. Olaf Unruh | Geschäftsführer | Unternehmensentwicklung
olaf.unruh@bet-energie.de

Der neu geschaffene Partnerbereich Unternehmensentwicklung beschäftigt sich mit den Themenschwerpunkten Strategie & Kooperationen sowie Klimaschutz & Nachhaltigkeit. Die Themenschwerpunkte sind über die ambitionierten Ziele einer klimaneutralen Energieversorgung eng miteinander verwoben. 

Im zu Ende gehenden Jahr haben wir zahlreiche Stadtwerke bei der Erstellung einer Treibhausgasbilanz und der Entwicklung einer Dekarbonisierungsstrategie unterstützen können. Ebenso intensiv haben wir uns mit den Stadtwerken der Initiative Klimawerke mit den weiteren Schritten hin zur Klimaneutralität auseinandergesetzt. Höhepunkt war das Netzwerktreffen in Präsenz im September beim Gründungsmitglied DEW21, wo ein erster Benchmark für die Emissionen von Energieversorgern erarbeitet wurde. Die meisten Stadtwerke sind verpflichtet, erstmals über das Jahr 2025 einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Die THG-Bilanz wird dabei essenzieller Bestandteil der Berichterstattung über den Klimaschutz sein. Die Inhalte, Formate und die organisatorische Verankerung werden im kommenden Jahr einen Beratungsschwerpunkt bilden. Darüber hinaus setzte das Team auch seine Beratungstätigkeit in den Bereichen E-Mobilität und Wasserstoff fort. So begleitet BET u. a. die Stadt Fulda bei der Vergabe einer Konzession für öffentliche Ladeinfrastruktur und hat für die Euregio eine strategische Analyse zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft verfasst.

Auch im Jahr 2023 haben wir intensive Dialoge mit den Unternehmensleitungen und Aufsichtsgremien über die Ausrichtung der Stadtwerke geführt. Ausgangsbasis war häufig unsere Kurzstudie EVU 2030 – die wirtschaftliche Perspektive, in der wir anhand eines Musterstadtwerkes die wirtschaftlichen Auswirkungen im konventionellen Gas- und Stromgeschäft, im Endkundenvertrieb und in den regulierten Netzinfrastrukturen analysiert haben. Darüber hinaus haben wir die Möglichkeiten zur Kompensation der sich verschlechternden Ertragskraft durch den Aufbau neuer Geschäftsmodelle für Energiedienstleistungen beleuchtet.

Wir beobachten bereits aktuell einen Trend zu mehr Kooperationen und erwarten eine weitere Intensivierung der Untersuchungen zur optimalen Eigenleistungstiefe. Auslöser und Treiber sind der Fachkräftemangel, die Komplexität der neuen Anforderungen, die erforderlichen Investitionen in erneuerbare Energien und neue Geschäftsmodelle sowie die Verstärkung und Digitalisierung der Stromnetze. Strategieprozesse passen in ihrer Vorgehensweise und Methodik häufig nicht zum jeweiligen Marktumfeld und müssen in zyklischen und revolvierenden Abständen neu gedacht, erarbeitet und in ihrem Erfolg dokumentiert werden.


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