BET Beratung für die Energiewirtschaft

Handel als hochautomatisierter Prozess

Die Komplexität des Energiehandels wird zukünftig steigen. Auf der Verbrauchsseite ändern sich Abnahmeverhalten und Nutzungsgewohnheiten. Zum Teil werden heutige Verbraucher zu Prosumern, die nicht mehr nur Energie abnehmen, sondern auch als Anbieter auftreten. Es findet ein Trend hin zu kleinteiligeren, dezentralen Erzeugungsanlagen statt. ​

Als Folge dieser Entwicklungen spielen regionale bzw. lokale virtuelle Handelsplätze mit einer hohen räumlichen Granularität eine immer wichtigere Rolle. Zentrales Merkmal des Handels im Jahr 2030 wird sein, dass die wesentlichen operativen Funktionen als hochautomatisierte Prozesse abgebildet sein werden. Dabei wird eine ressourcenoptimale Synchronisation von Erzeugung und Verbrauch jederzeit angestrebt. 

Bei kleineren Handelseinheiten wird die kostenoptimale Beschaffung noch stärker als heute im Fokus stehen. Große Handelseinheiten, die eine Vielzahl komplexer Produkte anbieten, werden weiter versuchen, den Handel als eigenen Teil der Wertschöpfung mit der Erwirtschaftung entsprechender Handelsmargen zu positionieren. 

Die Mission des operativen Handels im Jahr 2030 ist die ressourcenoptimale Synchronisation von Erzeugung und Verbrauch. Der klassische Trader hat ausgedient, die strategische Risikosteuerung steht im Fokus.
 


 

Ziate

Das sagen die Expert*innen


Steffen Homann
Produktmanager,
Kisters AG

„Eine wesentliche Aufgabe des Handels wird die weitere Verzahnung der drei Marktsegmente erneuerbare und volatile Energien, konventionelle On-Demand-Erzeugung und letztendlich der Verbraucher sein, um allen einen attraktiven Preis zu bieten.“ 


Frank Backowies
Bereichsleiter Marktmanagement, Stadtwerke Würzburg AG

„Wir sind nicht Yello, wir sind nicht E.ON, wir sind Delikatessen-Geschäft.“


Arndt Robbe
Geschäftsführer, RheinEnergie Trading GmbH

„Das Aufgabenfeld des klassischen Traders, der hedgeorientiert handelt, wird sich sicher verändern.“ 

Thesen

Folgende 5 Kernthesen haben wir für den Handel aufgestellt

These 1: Der Effizienzdruck wird weiter steigen​

Der Wettbewerbsdruck in der Beschaffung wird dazu führen, dass kleine Handelsabteilungen 2030 nicht mehr allein existieren können. ​

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These 2: Kooperation ist Trumpf​

Mehr als 80 % der Back und Front Office Funktionen werden 2030 in der Kooperation mit anderen EVUs oder durch Dienstleister bewältigt​.

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These 3: Der klassische Trader hat ausgedient

Automatisierte Handelsstrategien und Algotrading verändern die Aufgaben und Anforderungen des Personals.​

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These 4: Global denken – regional handeln​

In zehn Jahren wird der Ressourcenfokus auf strategischen Konzepten und nicht auf operativen Aufgaben liegen.​

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These 5: Vertrieb und Handel wachsen weiter zusammen​

Unternehmensübergreifende Systeme und Plattformen führen dazu, dass Handel und Vertrieb personell und strukturell noch enger zusammenwachsen​.

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